23.06.2011
Am offenen Grab
Eintauchen ins Kriegstrauma: »Die Frau, die singt« kommt ins Kino
Von Anja Röhl
Es beginnt mit einer traurigen Musik über einer öden
Berggegend. In einem verfallenen Haus ohne Fenster werden zehn- bis
zwölfjährigen Jungen die Haare geschoren, von Soldaten.
Keiner spricht ein Wort, die Kinder sind apathisch, auf den Knien
der Männer liegen Gewehre. Die Kamera schwenkt nach unten. Man
sieht die nackten Füße der Jungen neben den
mächtigen Soldatenstiefeln. Einer der Jungen hat eine
Tätowierung an einer Ferse, drei übereinanderliegende
Punkte.
In ...
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