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Ver.di gegen »Tarifeinheit«

Leipzig. Der Widerstand in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gegen die Gesetzesinitiative von DGB und BDA zur Festschreibung der sogenannten Tarifeinheit wächst. Wie am Montag bekannt wurde, hat der ver.di-Fachbereich 3 (Gesundheit und Sozial­wesen) Ende vergangener Woche den ver.di-Bundesvorstand aufgefordert, dem Vorhaben von DGB und BDA die Unterstützung zu entziehen. Bisher war nur der Fachbereich 8 (Medien) als Kritiker der Initiative hervorgetreten. Darüber hinaus haben sechs ver.di-Landesbezirke ihre Ablehnung bekundet. In der Mitteilung des Fachbereichs 3 über die Bundeskonferenz am 14. und 15. April heißt es: »Eine lebhafte, engagierte Auseinandersetzung gab es um den Vorstoß von DGB und BDA für eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit. Am Ende votierte die Mehrheit der Delegierten für einen Rückzug von ver.di aus der Gesetzesinitiative.« DGB und BDA fordern eine Regelung, die das Streikrecht für Minderheitsgewerkschaften weitgehend einschränken würde. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2011, Seite 5, Inland

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