Zum Inhalt der Seite

Argentinien gedenkt Diktaturopfer

Buenos Aires. Zehntausende Menschen haben am Donnerstag (Ortszeit) aus Anlaß des 35. Jahrestages des Militärputsches vom 24. März 1976 auf der Plaza de Mayo im Zentrum der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires demonstriert. Hinter großen Transparenten mit den Bildern der 30000 während der damals errichteten Militärdiktatur »verschwundenen« und ermordeten Menschen füllten Menschenrechtsorganisationen, politische Organisationen und Studentengruppen den weitläufigen Platz vor dem Regierungspalast, der Casa Rosada. Bei einer von den »Müttern der Plaza de Mayo« organisierten Gedenkveranstaltung im Rathaus von Buenos Aires erinnerte Argentiniens Wirtschaftsminister Amado Boudou daran, daß hinter dem Staatsstreich der Militärs 1976 Zivilisten gestanden hätten, die von der Diktatur wirtschaftlich profitierten.

(PL/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.03.2011, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!