-
16.03.2011
- → Inland
Kritik an Bericht zur »Gorch Fock«
Berlin. Der Marinebericht zur »Gorch Fock«-Affäre
hat im Bundestag geteilte Reaktionen ausgelöst. Der
SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold warf der
Untersuchungskommission in der Mitteldeutschen Zeitung
(Dienstagausgabe) vor, Mißstände auf dem
Segelschulschiff zu verharmlosen. »Ich habe den Eindruck,
daß die Marine hier versucht, weichzuzeichnen«, sagte
er. Der Bericht offenbare »schwerwiegende
Fehlentwicklungen«, die abgestellt werden müßten.
Arnolds Parteifreund Hans-Peter Bartels und der
Grünen-Politiker Omid Nouripour erklärten dagegen, der
Bericht lege nahe, den suspendierten Kapitän der »Gorch
Fock« Norbert Schatz umfassend zu rehabilitieren. Schatz war
vom früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg
(CSU) für die Zeit der Ermittlungen über die
Umstände des Todes einer Offiziersanwärterin abgesetzt
worden.
(dapd/jW)
(dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland