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Bundeswehrreform soll gestoppt werden

Berlin/Hamburg. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ein vorläufiges Aussetzen der Bundeswehrreform gefordert. Guttenberg habe die Reform begonnen, »ohne zu wissen, wie er den Nachwuchs gewinnt, wie die Reform finanziert wird und wie die künftigen Strukturen aussehen sollen«, sagte Gabriel der Passauer Neuen Presse vom Mittwoch. Auch der Deutsche Bundeswehrverband sprach sich dafür aus, den Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums für eine gründliche Bestandsaufnahme der Reform zu nutzen. Der Verbandsvorsitzende Ulrich Kirsch sagte in NDR Info, der Nachfolger Guttenbergs »sollte erstmal bilanzieren, wo stehen wir denn genau«. So seien die Sparvorgaben von 8,3 Milliarden Euro nicht haltbar. Der freiwillige Wehrdienst müsse attraktiver gemacht und die Zukunft der einzelnen Standorte geklärt werden.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2011, Seite 4, Inland

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