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31.12.2010

Gestrandet in Tanger

Der subsaharische Traum, dem Elend zu entkommen und Europa zu erreichen, endet häufig an der Maghreb-Küste. Das Risiko, die Flucht nicht zu überleben, wächst

Von Guillermo Ruiz Torres
Der heruntergekommene Hafen von Tanger erinnert noch etwas an alte Zeiten. An jene Stadt nämlich, die Intellektuelle aus der westlichen Welt scharenweise angezogen hat auf der Suche nach Freiheit – unter anderem auf der Flucht vor den deutschen Faschisten oder später den Verfolgungen der McCarthy-Ära in den USA. Heute sind es nicht mehr Literaten und Künstler, gierig auf neue Erfahrungen, die in die marokkanische Hafenstadt kommen, sondern Migranten aus den Lä...

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