17.02.2000
Wie geht Rom mit seinen Sünden um?
Vor 400 Jahren wurde Giordano Bruno auf dem Scheiterhaufen verbrannt
Von Gerhard Feldbauer
Ausgerechnet im »Heiligen Jahr« werden der Papst und
seine Monarchie mit einem der düstersten Kapitel ihrer
Geschichte konfrontiert: mit der Hinrichtung des Dichters und
Philosophen Giordano Bruno, der am 17. Februar 1600 auf dem Campo
di Fiori in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. An einer
Eisenkette, einen Knebel im Mund, führte ihn der Henker zur
Richtstätte.
Welcher »Verbrechen« bezichtigte ihn die
Inquisition? Als Bruno 1548 in Nola in der Provinz Neap...
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