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28.09.2010

»Hartz IV zum permanenten Fordern verkommen«

Es fehlt in der Öffentlichkeit die breite Diskussion darüber, wie es den Geringverdienern wirklich geht. Auch Gesetz zur Rente mit 67 brachten Sozialdemokraten ins Kabinett ein. Ein Gespräch mit Melanie Booth

Interview: Gitta Düperthal
Melanie Booth ist Soziologin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Die CDU-FDP-Bundesregierung hat beschlossen, Hartz-IV-Bezieher mit einem nur um fünf Euro erhöhten Regelsatz weiterhin in Armut zu halten. Wie empfinden Sie es, daß sich ausgerechnet die SPD jetzt als Retter der Entrechteten aufspielt? Ohne die SPD unter Kanzler Gerhard Schröder hätte es keine Hartz-Kommission gegeben, das Gesetz wäre 2005 nicht eingeführt worden. Insofern ist schwer nachvollzie...

Artikel-Länge: 4806 Zeichen

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