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17.09.2010

Den Morddrohungen zum Trotz

Afghanistan: Zahlreiche Frauen kandidieren zur zweiten Parlamentswahl nach Ende der Taliban-Herrschaft

Von Thomas Berger
Dorfbewohner im Adraskan-Distrikt der westafghanischen Provinz Herat fanden die Leichen. Die leblosen Körper der fünf jungen Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren waren von Kugeln regelrecht durchsiebt. Sie mußten offenbar nur deshalb sterben, weil sie Wahlkampf für eine Frau gemacht hatten, die sich zu den Parlamentswahlen am 18. September um ein Abgeordnetenmandat bewirbt. Frauen gehören nicht in die Wolesi Dschirga – dieser Meinung sind nicht nur die Ta...

Artikel-Länge: 4120 Zeichen

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