06.09.2010
Raus aus der Ohnmacht
Der Dokumentarfilmer Martin Keßler will mit seinen »Krisen-Splittern« den Diskussionsprozeß über eine neue Wirtschaftsstruktur fördern
Von Gitta Düperthal
Martin Keßler ist mehr als nur ein Dokumentarfilmer. Seit
Jahrzehnten interessiert er sich für die Entwicklung des
sozialen Widerstands in Deutschland. »Ich will nicht jeden
Tag eine neue Sau durchs Dorf jagen«, sagt der
56jährige. »Mir ist wichtig, eine Chronik zu erstellen,
um zu zeigen, wie die Wirtschaftskrise sich entwickelt und wer sich
ihr entgegenstellt.« Auch nachdem sich in den Sendern der
Wind gedreht hat und kritische Fernsehautoren einen schweren Stand
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