Zum Inhalt der Seite

Streit um neuen Personalausweis

Frankfurt/Main. Experten des Bundes haben Zweifel an der Sicherheit des neuen elektronischen Personalausweises zurückgewiesen. »Generell ist der Ausweis sicher«, betonte der Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Matthias Gärtner, am Dienstag. Mißbrauch wäre nur möglich, wenn der Computer mit Trojanern infiziert sei. Das ARD-Magazin Plusminus hatte unter Berufung auf den Chaos Computer Club (CCC) vorab berichtet, daß es problemlos möglich sei, sensible Daten einschließlich der Geheimnummer abzufangen. Dies sei mit Hilfe von Lesegeräten möglich, mit denen der Ausweis am heimischen Computer genutzt werden könne. Kriminellen sei es möglich, nach dem Abfangen der Geheimnummer mittels eines Keyloggers eine Transaktion auszulösen. Die Beweislast liege dann beim Inhaber, erklärte ein CCC-Sprecher am Dienstag. (apn/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.08.2010, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!