12.08.2010
Einheit unter Bedingungen
Die Chefetagen der Gewerkschaften setzen auf die Standortpolitik des Kapitals. Damit wird die Konkurrenz in der Belegschaft verschärft und erzeugt dort linke Gegenwehr
Von Rainer Perschewski
Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Weimarer Republik
entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland einheitliche
Gewerkschaften, in denen Kommunisten, Sozialisten und
Sozialdemokraten ebenso wirkten wie christliche Gewerkschafter. In
den Betriebsräten, die nach dem Betriebsverfassungsgesetz mit
dem Unternehmen »vertrauensvoll (…) zum Wohle der
Arbeitnehmer und des Betriebes« zusammenarbeiten sollen, ging
es den Kommunisten immer darum, sie für die ...
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