11.08.2010
Sauerbruch als Namenspatron untauglich
Gymnasium im sächsischen Großröhrsdorf wird Trennung vom Namen eines nazibelasteten Arztes verweigert (I)
Von Peter Rau
Es ist gut anderthalb Jahre her, da der Chemnitzer Historiker
Geralf Gemser darauf aufmerksam machte, daß bundesweit eine
dreistellige Zahl von Schulen nach ehemaligen Nazis benannt sind
(siehe jW vom 11. Februar 2009). Sein Buch trägt den Titel
»Unsere Namensgeber. Widerstand, Verfolgung und
Konformität 1933–1945 im Spiegelbild heutiger
Schulnamen«. Allein für den Freistaat Sachsen hat Gemser
unter dessen 2200 Schulen acht nach NSDAP-Mitgliedern benannte
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