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Purer Populismus

Der neue Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Jürgen Flimm, hat der Politik »puren Populismus« in der Diskussion um die drei Opernhäuser der Stadt vorgeworfen. Zwar kosteten Opern mehr als Schauspielhäuser, da Orchester und Chöre mitfinanziert werden müßten, sagt Flimm im aktuellen Focus. Aber auch Schließungen wären kostspielig: »Das Schiller-Theater dichtzumachen hat Millionen von Abfindungen verschlungen.« Und dann ging er auf die Sprechtheater los: Niemand frage, »ob die Stadt zu viele Schauspielhäuser hat. Es gibt sieben Stück, von Peymann bis Castorf«. Die erste Spielzeit des 69Jährigen an der Staatsoper beginnt am 3. Oktober mit der Uraufführung von Jens Joneleits »Metanoia – über das Denken hinaus«. Zur Zeit leitet Flimm noch die Salzburger Festspiele. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.08.2010, Seite 13, Feuilleton

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