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06.07.2010
- → Inland
Hamburg wirbt für längere U-Haft
Hamburg. Mit einer Bundesratsinitiative will Hamburg in
Ausnahmefällen eine Verlängerung der Untersuchungshaft
über sechs Monate hinaus erreichen. Justizsenator Till Steffen
(GAL) will sich dafür einsetzen, daß die
Strafprozeßordnung geändert wird. Ein
Behördensprecher bestätigte am Montag auf ddp-Anfrage
einen entsprechenden Bericht des Hamburger Abendblatts
(Montagausgabe). Nach einer Länderumfrage sieht der Senator
nach Angaben seines Sprechers eine Chance, im Bundesrat erfolgreich
zu sein. Hintergrund ist die erneute Festnahme eines Jugendlichen
wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung. Der
17jährige war erst kürzlich nach mehr als sechs Monaten
aus der U-Haft entlassen worden, weil ein Prozeß gegen ihn
und einen Mitangeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge
geplatzt war.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
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