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Hamburg wirbt für längere U-Haft

Hamburg. Mit einer Bundesratsinitiative will Hamburg in Ausnahmefällen eine Verlängerung der Untersuchungshaft über sechs Monate hinaus erreichen. Justizsenator Till Steffen (GAL) will sich dafür einsetzen, daß die Strafprozeßordnung geändert wird. Ein Behördensprecher bestätigte am Montag auf ddp-Anfrage einen entsprechenden Bericht des Hamburger Abendblatts (Montagausgabe). Nach einer Länderumfrage sieht der Senator nach Angaben seines Sprechers eine Chance, im Bundesrat erfolgreich zu sein. Hintergrund ist die erneute Festnahme eines Jugendlichen wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung. Der 17jährige war erst kürzlich nach mehr als sechs Monaten aus der U-Haft entlassen worden, weil ein Prozeß gegen ihn und einen Mitangeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge geplatzt war.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2010, Seite 5, Inland

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