Zum Inhalt der Seite

Kein Sprit für Flugzeuge Irans

Teheran. Im Zuge der neuen Sanktionen gegen Teheran werden nach dortigen Angaben iranische Linienmaschinen auf deutschen Flughäfen nicht mehr aufgetankt. Nach dem Inkraftsetzen von Sanktionen der USA und anderer Länder gegen die Islamische Republik bekämen iranische Linienflugzeuge bereits seit Donnerstag auch auf Flughäfen in Großbritannien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten keinen Treibstoff mehr, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna am Montag den Sekretär des Verbandes iranischer Fluggesellschaften, Mehdi Alijari. Deutschland, Großbritannien und die Emirate reagierten demnach damit auf die Entscheidung des US-Kongresses, den Verkauf von Treibstoffen an den Iran mit Strafmaßnahmen zu belegen.

Infolge der Maßnahmen hätten die staatliche Fluggesellschaft Iran Air und die private iranische Airline Mahan »Probleme« bekommen, sagte Alijari laut Isna. Er rief die Internationale Organisation für zivile Luftfahrt (ICAO) auf, gegen diese »illegale Anwendung solcher Sanktionen« einzuschreiten. Auch die nationalen Luftfahrtbehörden, Außen- und Verkehrsministerien sollten sich gegen die US-Politik wenden.Der Sprecher des Auswärtigen Ausschusses des iranischen Parlaments, Kasem Dschalali sagte laut Presseberichten, die Weigerung, zivile Flugzeuge aufzutanken, sei »eine unmenschliche Handlung« und widerspreche internationalen Regeln. Teheran behalte sich das Recht vor, bei den Vereinten Nationen und der ICAO Beschwerde einzulegen.


(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!