30.06.2010
Kunststaub
19 Künstlerinnen erkunden eine postindustrielle Landschaft
Von Tom de Meller
Weicht die Kraft aus Knochen, Herzen und Maschinen, dann dringt die
Melancholie ein. Das muß nicht immer schlecht sein, weil
Kraft ja auch das Potential zur Zerstörung hat und Melancholie
durchaus ein Reflektionsmoment innewohnt. Die durch
künstlerische Reibung an der Villa Thyssen im früheren
Zementreich rings um Rüdersdorf entstandene Gruppenausstellung
»Gel (i)ebtes Leben« ist ein solcher
Melancholieträger. Der Staub des Zementwerks, der einst die
Bäume grau färb...
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