26.05.2010
Schattiges Plätzchen
Unter der Haube die Zehnte von Mahler: Matthew Herbert hat Klassik neu komponiert
Von Anaïs Meyer
Eine Tür fällt ins Schloß, Krähen krähen,
weit entfernt fährt ein Zug vorbei. Wind kommt auf, ein
Streichholz wird angezündet, dann knistert ein Feuer. Aus
dieser einminütigen, mit Banalitäten gefüllten Leere
entsteht eine depressive Crescendo-Klangfläche. Ein
Bratschensolo kommt hinzu, es wirkt schwermütig wie ein
Pfarrer am Beginn eines Begräbnisses. So fängt sie an,
die Rekomposition von Matthew Herbert. Der große
Geräuschespezialist des Minimal Techno hat Gustav...
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