15.05.2010
Rigorose Volksenteignung
Kohl-Regierung ließ 1990 die Treuhand in eine Privatisierungsanstalt umwandeln
Von Jörg Roesler
Vor 20 Jahren, am 18. Mai 1990, wurde von der Regierung de
Maizière ein Gesetz für ungültig erklärt, das
zweieinhalb Monate zuvor von der Vorgängerregierung »zur
Wahrung des Volkseigentums«, wie es im »Beschluß
zur Gründung der Anstalt zur treuhänderischen
Verwaltung« hieß, vom DDR-Ministerrat verabschiedet
worden war. Genauere Bestimmungen darüber, was mit dem
volkseigenen Vermögen, das »im Interesse der
Allgemeinheit« gewahrt werden sollte, zu geschehen hatte,
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