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Polizei gibt Tips gegen rechts

Berlin. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) rät den islamischen Gemeinden in Deutschland zu einer »stärkeren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben«. Auf dieses Weise könnten sie dazu beitragen, »latent oder offen vorhandene Ressentiments gegenüber der islamischen Religion zu entkräften«, sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg der Nachrichtenagentur ddp. Er begrüßte es zugleich, daß kürzlich mehrere Tausend Menschen friedlich gegen Aufmärsche und Veranstaltungen rechtsextremer und anti-islamischer Gruppierungen protestiert haben. Freiberg fügte hinzu: »In Duisburg beispielsweise beteiligten sich fast 5000 Menschen an Gegendemonstrationen zu Kundgebungen der NPD und der Gruppierung ›Pro NRW‹, die ein Minarettverbot in Deutschland fordert.« Offensichtlich wollten die anti-islamischen Gruppen »auf den Schweizer Zug aufspringen und die dortige Stimmung gegen den Islam für ihre Zwecke hier nutzen«. Freiberg betonte: »Es ist ein gutes Signal, wenn solche leicht durchschaubare Rattenfängerei durch zahlreiche und friedliche Gegenwehr im Keim erstickt wird.« Er forderte zu weiterer Wachsamkeit und Fremdenfeindlichkeit auf. Zwar habe es in diesem Bereich einen »leichten statistischen Rückgang« gegeben. Von einer Entwarnung könne aber keinerlei Rede sein.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.04.2010, Seite 15, Antifaschismus

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