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EU nickt Milliarden für Hypo-Bank ab

München/Brüssel. Die EU hat weitere milliardenschwere Staatshilfen für die marode Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) genehmigt. Die Garantien in Höhe von insgesamt 18 Milliarden Euro seien mit den EU-Vorschriften vereinbar, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. »Diese Garantien werden der Bank helfen, um dringenden Liquiditätsbedarf zu decken«, erklärte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

Die aktuelle Entscheidung bezieht sich auf eine Garantie in Höhe von acht Milliarden Euro, die mit einem Jahr Laufzeit am (kommenden) Mittwoch beginnt sowie auf eine weitere Garantie in Höhe von zehn Milliarden Euro. Letztere werde in den kommenden Monaten gewährt, falls Liquiditätsbedarf notwendig sei, teilte die Brüsseler Behörde mit. Beide Garan­tien werden vom bundeseigenen Rettungsfonds SoFFin gewährt.


Die HRE war duch Spekulationsgeschäfte im Zuge der Finanzmarktkrise in eine existenbedrohende Schieflage geraten. Sie wurde durch überwiegend staatliche Bürgschaften von rund 100 Milliarden Euro abgesichert und wurde Anfang Oktober verstaatlicht. (DAPD/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.12.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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