19.11.2009
Drecksackjournalismus
Der Spiegel und Oskar Lafontaine
Von Arnold Schölzel
Da hatte sich eine Redaktion hochmoralisch aufgepumpt:
»Lafontaines Rückzug sei schon Monate vor der
Bundestagswahl abgesprochen worden«, wärmte Der Spiegel
in seiner jüngsten Ausgabe auf einer vorderen Seite eine alte
Kamelle auf und zitierte seinen Redakteur Markus Deggerich (39) mit
dem Satz: »Das wäre ein Fall von
Wählertäuschung.« Der Spiegel in seiner
»Hausmitteilung« weiter: »Weggefährten
Lafontaines gaben Einblicke in Hintergründe, wollten sich
allerdings ni...
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