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Jörg Haider triumphierte

Österreich: FPÖ nach Wahlen auf Platz zwei

Erwartungsgemäß ist die nationalistisch und fremdenfeindlich orientierte Freiheitliche Partei (FPÖ) mit Jörg Haider an der Spitze bei den Parlamentswahlen am Sonntag in Österreich zweitstärkste politische Kraft geworden. Die Sozialdemokraten (SPÖ) von Bundeskanzler Viktor Klima mußten hohe Stimmeneinbußen hinnehmen, blieben aber stärkste Partei und wollen erneut die Regierung bilden. Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) des Außenministers Wolfgang Schüssel hat indes erklärt, daß sie die Koalition nicht fortsetzen will, wenn sie auf Platz drei abrutscht.

Nach dem vorläufigen Endergebnis entfielen auf die SPÖ 33,4 Prozent - das ist ein Rückgang um 4,7 Prozentpunkte. Die SPÖ stellt damit 65 der 183 Abgeordneten im neuen Nationalrat. Die FPÖ kam auf 27,2 Prozent, verbesserte sich gegenüber der letzten Wahl um 5,3 Prozentpunkte und erhält 53 Mandate - zwölf mehr als bisher. Die ÖVP verlor nur leicht um 1,4 Prozentpunkte und kam auf 26,9 Prozent. Hinzugewinnen konnten auch die Grünen, die sich um 2,3 Prozent verbesserten und 7,1 Prozent der Stimmen erhielten. Damit ziehen sie mit 13 Abgeordneten ins Parlament ein. Das bisher im Nationalrat vertretene Liberale Forum (LIF) verpaßte mit 3,4 Prozent den Sprung über die Vier- Prozent-Hürde.

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Unterdessen haben SPÖ und ÖVP am Montag erste Sondierungsgespräche aufgenommen, allerdings ohne Hoffnung auf eine baldige Regierungsbildung. In diesen Prozeß mischte sich auch der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber ein: Er riet der ÖVP zu einer Koalition mit der FPÖ.

jW/AFP/AP

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.10.1999, Seite 0, Ausland

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