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20.07.2009

Strahlender Giftmüll

Karlsruher AKW-Abfälle sollen verglast werden. Doch die Entsorgung verzögert sich und kostet Milliarden

Von Reimar Paul
In Karlsruhe lagert eine der gefährlichsten Hinterlassenschaften der deutschen Atomforschung. 500 Kilogramm hoch angereichertes Uran, fast 17 Kilogramm Plutonium, aufgelöst in etwa 60000 Litern Salpetersäure. Das Gebräu strahlt extrem. Von einer Trillion Bequerel ist die Rede. Demnächst soll es in Glas eingeschmolzen und abtransportiert werden. Die Atomsuppe – im Fachjargon als »Highly Active Waste Concentrate« (HAWC) bezeichnet – stammt aus dem Betrieb...

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