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Transfergesellschaft für Karmann

Osnabrück. Der insolvente Autobauer Karmann gründet für 1540 gekündigte Mitarbeiter eine Transfergesellschaft. Insolvenzverwalter Ottmar Hermann sei es in letzter Minute gelungen, die dafür notwendigen 15,5 Millionen Euro von Karmann-Geschäftspartnern zu bekommen, teilte die IG Metall am Mittwoch in Osnabrück mit. Die betroffenen Mitarbeiter könnten nun ab Juli ein halbes Jahr lang Transferkurzarbeitergeld in Höhe von 60 oder 67 Prozent ihres letzten Nettoeinkommens erhalten. Der Betriebsratsvorsitzende von Karmann, Wolfram Smolinski, erklärte, die Transfergesellschaft biete den 1540 Gekündigten eine soziale Mindestabsicherung. Die Politik müsse nun Qualifizierungsmaßnahmen für die Betroffenen finanziell unterstützen. Der Karmann-Gläubigerausschuß stimmte der Gründung der Gesellschaft den Angaben zufolge am späten Dienstag abend zu.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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