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Geldstrafen für Keksdiebe

Frankfurt/Main. Die beiden Verursacher des Skandals um den Versand heikler Kreditkartendaten von Kunden der Landesbank Berlin (LBB) sind wegen Diebstahls zu Geldstrafen verurteilt worden. Die Kurierfahrer gestanden am Dienstag vor dem Amtsgericht in Frankfurt am Main, im Dezember den Inhalt eines an die Frankfurter Rundschau adressierten Weihnachtsplätzchenpakets verspeist zu haben. Um das zu vertuschen, klebten die Kurierfahrer das Adreßetikett auf eins von sechs Paketen, die an die LBB gehen sollten. Statt der Plätzchen landeten in der Zeitungsredaktion Kreditkartendaten. Die zwei 27 und 36 Jahre alten Männer sagten vor Gericht, sie hätten nach dem Plätzchenverzehr das übrig gebliebene Adreßetikett umgeklebt, um einen »Irrläufer« vorzutäuschen. Sie hätten nicht gewußt, daß sich in der umadressierten Sendung Kreditkartendaten befanden. Der 36jährige erhielt nun wegen Diebstahls eine Geldstrafe in Höhe von 720 Euro, sein 27jähriger vorbestrafter Kollege muß 960 Euro zahlen. Der Diebstahl geschah am 10. Dezember 2008. Zwei Tage später waren beide Kurierfahrer ihre Jobs los. Sie sind bis heute erwerbslos. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2009, Seite 5, Inland

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