Zum Inhalt der Seite

Leiche Luxemburgs in Charité gefunden?

Hamburg. Im Rechtsmedizinischen Institut der Berliner Charité ist womöglich der konservierte Leichnam der 1919 ermordeten Sozialistin Rosa Luxemburg gefunden worden. Der kopflose Körper weise »verblüffende Ähnlichkeiten mit der realen Rosa Luxemburg auf«, sagte der leitende Rechtsmediziner Michael Tsokos dem Spiegel laut einer Vorabmeldung vom Freitag. Untersuchungen hätten ergeben, daß die Frau zum Zeitpunkt ihres Todes etwa so alt war wie Rosa Luxemburg und ebenfalls unterschiedlich lange Beine hatte. Der Rechtsmediziner bezweifelt laut Spiegel, daß die wahre Rosa Luxemburg jemals begraben wurde und untermauert diesen Verdacht mit Ungereimtheiten im Obduktionsprotokoll von 1919. Tsokos’ Vorgänger hatten damals einen Leichnam untersucht, der am 13. Juni 1919 als Rosa Luxemburg in Berlin bestattet wurde. (AFP/jW)

* Siehe Interview mit Jörn Schütrumpf

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2009, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!