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27.05.2009

Tagebuch aus Paris

Hélène Berr rettete im besetzten Frankreich Hunderten Kindern das Leben – bevor sie von den Nazis ermordet wurde. Jetzt sind ihre Erinnerungen erschienen

Von Antonín Dick
Eine Einundzwanzigjährige berichtet vom nazibesetzten Paris. Als Jüdin stigmatisiert und ausgegrenzt, universalisiert sie ihr Schicksal, indem sie es als Teil des Schicksals aller Naziverfolgten, jenseits von Judentum und Zionismus, begreift. Als Tochter einer großbürgerlichen Familie privilegiert, universalisiert sie ihre Stellung in der Welt, indem sie eine engagierte Brüderlichkeit zu leben versucht, wie sie »Leute aus dem Volk« vorleben. Als Frau in eine festumg...

Artikel-Länge: 4536 Zeichen

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