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Kant-Preise

Die Freiburger Kantstiftung hat am Freitag den »Kant-Weltbürgerpreis« an den brasilianischen Bischof Dom Luiz Cappio und an den israelisch-amerikanischen Menschrechtsaktivisten Jeff Halper verliehen. Cappio wurde über die Grenzen Brasiliens bekannt, als er ein ganzes Jahr lang eine Wallfahrt von der Quelle bis zur Mündung des 2700 Kilometer langen Rio São Francisco im Nordosten Brasiliens, Lebensgrundlage der armen Bevölkerung, unternahm und anschließend in einer wochenlangen Fastenaktion gegen dessen Umleitung protestierte. Der Antropologie-Professor Halper engagierte sich gegen die Zerstörung von palästinenischen Häusern durch israelisches Militär und gegen die Blockadepolitik gegenüber Gaza. Laudatoren waren der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, für Bischof Cappio und Richard Falk, der UN-Berichterstatter über die Lage der Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten, für Jeff Halper. Beide Preisträger hätten sich »sich in vorbildhafter Weise für die Menschenrechte großer Bevölkerungsteile und deren natürliche, soziale und kulturelle Lebensgrundlagen eingesetzt«, hieß es in einer Erklärung der Kant-Stiftung.

(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2009, Seite 13, Feuilleton

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