11.04.2009
Karmann ausgeblutet
Insolvenz des traditionsreichen Autobauers angeblich wegen hoher Sozialplankosten. Tatsächlich tragen Eigentümer Verantwortung. Zukunft der Beschäftigten ungewiß
Von Herbert Wulff
Die Krise der Autoindustrie fordert ihre ersten Opfer. Mit Karmann
hat nun einer der großen Zulieferer Insolvenz angemeldet. Die
Zukunft von 3470 Beschäftigten – viele von ihnen seit
Jahrzehnten bei dem Traditionsunternehmen – steht auf dem
Spiel. Offizielle Begründung neben der Absatzkrise:
Sozialplankosten hätten zur Zahlungsunfähigkeit
geführt – aus Sicht der Gewerkschaft eine dreiste
Lüge.
Karmann sei »im Kern sanierungsfähig und praktisch fre...
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