21.02.2009
Für weniger als 100 Dollar
Der bolivianische Präsident Morales hebt Löhne der armen Bevölkerung an, die reiche Opposition im Tiefland von Santa Cruz grillt gegen die staatliche Landenteignung
Von Benjamin Beutler
Wenige Tage vor Karnevalsbeginn hat Boliviens Präsident Evo
Morales den meisten seiner Landsleute einen Grund mehr zum Feiern
gegeben. »Ursprünglich wollten wir die Löhne um 100
Prozent erhöhen, doch kann der Staatshaushalt diese Steigerung
nicht tragen«, erklärte der ehemalige Koka-Bauer die
Bereitschaft seiner Regierung der »Bewegung zum
Sozialismus« (MAS), die Einkommen im ärmsten Land
Südamerikas auf ein erträgliches Maß
anzuheben. Am Donnerstag hatte Morales e...
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