18.02.2009
Der große Papiertiger
Karin Reschke hat mit ihrem Roman »Kalter Hund« eine ganz besondere Geschichte der Gefühle geschrieben
Von Barbara Bongartz
Rapmund war ein Schuft. Lissy, meine Mutter, hatte sich von ihm
getrennt und geschieden bald nach dem Krieg. Die Gründe wurden
mir verheimlicht. Er rückte zur Unperson auf …
verurteilt im Namen des Volkes, an der Spitze die rotgeweinte
Rächerin Lissy.« Bissig intoniert beginnt Rose, die
Ich-Erzählerin in Karin Reschkes Roman, die lakonischen
Nachrichten aus ihrem privaten Berlin. Der Roman kommt als
»Kalter Hund« daher. Aber ist er das auch? Was er ist:
eine ...
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