Zum Inhalt der Seite

Schlappe für Commerzbank-Chef

Frankfurt/Main. Bei der Milliardenfusion mit der Dresdner Bank hat Commerzbank-Chef Martin Blessing eine Schlappe hinnehmen müssen. Die Vertreter der Beschäftigten im Aufsichtsrat der Dresdner Bank verweigerten ihre Zustimmung zur vorzeitigen Berufung des Managers zum Vorstand der Dresdner Bank. Auch die Commerzbank-Vorstände Markus Beumer und Achim Kassow erreichten bei der ersten Wahl keine Mehrheit.

Hintergrund der Verweigerung ist nach einem Spiegel-Bericht, daß viele Dresdner-Mitarbeiter die Fusion zunehmend als feindliche Übernahme sehen. Unter anderem sollen die Dresdner-Bank-Mitarbeiter in der Commerzbank formal wie Neueingestellte behandelt werden, was eine enorme Schlechterstellung, etwa bei der Altersversorgung, bedeuten würde.

Blessing könnte dennoch Ende Januar im zweiten Anlauf Vorstandschef werden: Bei einer zweiten Abstimmung im Aufsichtsrat verfügt der Vorsitzende des Gremiums über ein doppeltes Stimmrecht.(AP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.01.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!