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Neue Milliarden für Versicherer AIG

New York/Washington. Der marode Versicherungsriese AIG hat allein im dritten Quartal einen Verlust von 24,5 Milliarden Dollar angehäuft und wird erneut von der US-Regierung gestützt. Diese gewährt dem einst weltgrößten Versicherungskonzern ein überarbeitetes Rettungsprogramm von insgesamt mehr als 150 Milliarden Dollar, wie am Monatg bekannt wurde. Dieses umfaßt auch den Kauf von AIG-Anteilen für rund 40 Milliarden Dollar; die Regierung steigt damit über Vorzugsaktien direkt bei dem Unternehmen ein.

Die 40-Milliarden-Dollarspritze kommt aus dem US-Rettungspaket für die Finanzindustrie.Damit wird erstmals ein anderes Unternehmen als eine Bank aus dem 700-Milliarden-Programm der Regierung Geld erhalten.


Die Zwischenbilanz des Konzerns fiel verheerend aus: Der Umsatz sackte von 29,84 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2007 um 97 Prozent auf nur noch 898 Millionen Dollar. Der Verlust summierte sich auf 24,47 Milliarden Dollar (18,95 Milliarden Euro). Washington hatte in den zurückliegenden Monaten versucht, AIG mit Hilfen von 125 Milliarden Dollar vor dem Bankrott zu bewahren. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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