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17.10.2008

Staat deckt Mörder

In der nordmexikanischen Stadt Juárez ist brutalste Gewalt gegen Frauen blutiger Alltag. Behörden machen sich durch Nichtstun zu Komplizen der Täter

Von Andreas Knobloch
Das Jahr 2008 war noch keine drei Tage alt, als die ­Medien schon wieder über Morde an Frauen in der nordmexikanischen Stadt Juárez berichteten. Im Morgengrauen des 2. Januar wurde die 20jährige Studentin und Arbeiterin Johana Radilla Sánchez im Bett ihrer Wohnung nackt und grauenhaft zugerichtet von einer Freundin aufgefunden. Vor ihrem Tod war sie vergewaltigt worden. Bereits in der Nacht zum 1. Januar war eine weitere Frau durch die Kugel eines Räubers gestorben....

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