Zum Inhalt der Seite

Gefunden

Die brasilianische Polizei hat auch den zweiten der beiden im Juni geraubten Stiche des spanischen Künstlers Pablo Picasso sichergestellt. Das Werk »Minotaurus, Trinker und Frau« (1933) sei in einem Haus in den Außenbezirken São Paulos aufgespürt worden und befinde sich in einem guten Zustand, teilten die brasilianischen Behörden am Montag mit. Am 12. Juni hatten drei bewaffnete Männer am hellichten Tag das nun sichergestellte Werk und den Picasso-Stich »Der Maler und sein Model« (1963) sowie zwei Werke der brasilianischen Maler Lasar Segall und Emiliano Di Cavalcanti im Museum Estacao Pinacoteca geraubt.

Der Picasso-Stich »Der Maler und sein Model« sowie die Werke der brasilianischen Künstler waren bereits sichergestellt worden. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest. Die unmaskierten Räuber waren von Sicherheitskameras gefilmt worden, so daß die Polizei gezielt nach ihnen fahnden konnte. Das Kultursekretariat von São Paulo schätzte den Wert der gestohlenen Werke auf umgerechnet rund 400000 Euro. Bereits im Dezember war Picassos »Porträt von Suzanne Bloch« aus dem Jahr 1904 zusammen mit einem Werk des Brasilianers Candido Portinari aus dem Kunstmuseum von São Paulo gestohlen worden. Die beiden Bilder im Wert von rund 35 Millionen Euro wurden im Januar wiedergefunden und dem Kunstmuseum zurückgegeben.


(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2008, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!