19.08.2008
Langeweile im Niemandsland
Über Adrian Tomines »Halbe Wahrheiten« und die Beziehungsunfähigkeit seiner Protagonisten
Von Sven Jachmann
Adrian Tomine war stets der Beobachter der kleinen Gesten, jener Steuerungselemente der zwischenmenschlichen Beziehungen, die augenscheinlich so wenig bedeuten und doch umso mehr zerstören. Mit »Halbe Wahrheiten« legt Reprodukt nun, nach zwei Kurzgeschichtensammlungen (»Echo Avenue« und »Sommerblond«), seine erste lange Erzählung vor, und auf dem ersten Blick hat sich nicht viel geändert: Den früheren Protagonisten nicht unähnlich bestimmen auch hier Tristesse, unte...
Artikel-Länge: 3972 Zeichen


