Zum Inhalt der Seite

Transnet gibt sich kämpferisch

Berlin. Der Ärger der Bahngewerkschaft Transnet über ihren früheren Chef und baldigen Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn, Norbert Hansen, hält an. Hansens Nachfolger Lothar Krauß kündigte in der Welt am Sonntag einen Streik an, sollte Hansen seine Personalabbaudrohung wahr machen. »Die Tarifverträge zur Beschäftigungs- und Struktursicherung beinhalten klare Ansagen von beiden Seiten«, sagte Krauß. »Schert die Bahn aus, und sei es noch so zaghaft, haben wir morgen einen Arbeitskampf«, stellte er klar. Der Sinn des vereinbarten internen Arbeitsmarkts bestehe darin, daß Mitarbeiter, deren Arbeitsplatz an der einen Stelle wegfalle, an anderer Stelle weiterbeschäftigt würden. Zu den Plänen der Bahn, 30 Tochtergesellschaften zu gründen, um durch Senkung der Personalkosten mehr Ausschreibungen im Regionalverkehr zu gewinnen, sagte Krauß: »Lohndumping machen wir nicht mit, kommt es dazu, ziehen wir alle Register, von einer Klage bis hin zum Arbeitskampf.«(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 19.05.2008, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!