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Neuer Prozeß gegen Ex-OB Roßberg

Dresden. Der Prozeß gegen den seit Mai 2006 suspendierten Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) wird ab Montag vor dem Landgericht Dresden neu aufgerollt. Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) eine bereits verhängte Bewährungsstrafe gegen Roßberg teilweise aufgehoben hatte, setzte die Wirtschaftsstrafkammer insgesamt neun Termine bis zum 17. Juli für die neue Hauptverhandlung an. Im September 2006 hatte das Landgericht Dresden Roßberg im Zusammenhang mit der Insolvenz seines einstigen Vertrauten und Dresdner Ex-Fluthilfekoordinators Rainer Sehm wegen Untreue und Beihilfe zum Bankrott zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Der BGH ordnete im August 2007 eine Neuverhandlung wegen des Vorwurfs der Untreue an. Zur Begründung waren »durchgreifende Rechtsfehler« im Dresdner Richterspruch angegeben worden. Rechtskräftig blieb dagegen das Urteil zum Vorwurf der vorsätzlichen Beihilfe zum Bankrott.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.05.2008, Seite 5, Inland

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