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19.04.2008

Wie ein Insekt

Literatur und Engagement (12): Lukas Bärfuss’ Roman über den Vökermord in Ruanda pflegt rassistische Afrika-Klischees

Von Thomas Wagner
Glaubt man den zum Teil enthusiastischen Kritiken, die der auch in Deutschland viel gespielte Schweizer Dramatiker Lukas Bärfuss für seinen Roman »Hundert Tage« erhalten hat, ist die Geschichte der politischen Literatur dieser Tage um einen Höhepunkt bereichert worden. Der 1971 geborene Autor habe einen »großen, aufwühlenden Roman« (Tagesanzeiger) geschrieben, der »nicht das Fremde im Eigenen sucht, sondern im Fremden das Eigene denunziert« (Woz). In diesem »lesensw...

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