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Frankreich: Ermittlungen nach Foltervorwürfen

Paris. Die französischen Streitkräfte haben nach dem Foltervorwurf gegen mehrere Soldaten Ermittlungen aufgenommen. Nach Angaben schwedischer Truppen sollen die Franzosen 2003 auf einem Militärstützpunkt im Kongo einen Kongolesen mißhandelt haben. Sie waren damals im Rahmen der EU-Friedensmission »Artemis« in dem afrikanischen Staat stationiert. Wie der Generalstab am Mittwoch bekanntgab, wurde nach ersten Überprüfungen mit widersprüchlichen Ergebnissen nun eine »tiefgreifende Ermittlung« eingeleitet. In einer schwedischen Fernsehdokumentation, die am Mittwoch abend ausgestrahlt werden sollte, werden schwedische Soldaten zitiert. Sie geben an, die französischen Soldaten hätten dem Gefangenen eine Kapuze über den Kopf gezogen, einen Strick um den Hals gelegt und ihn mit Stöcken geschlagen. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.04.2008, Seite 1, Ausland

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