Zum Inhalt der Seite

Affäre um Sarkozy bei Kommunalwahl

Paris. Mitarbeiter des Elysée-Palastes sollen dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy nach Presseangaben mit rückdatierten Unterlagen eine Stimmabgabe bei der Kommunalwahl in Paris ermöglicht haben. Sarkozy, der zuvor im Pariser Vorort Neuilly gemeldet war, habe den Stichtag 31. Dezember für die Anmeldung in der Hauptstadt verpaßt, berichtete die Wochenzeitung Le Canard Enchaîné am Mittwoch. Vertreter des Elysée-Palastes hätten den Staatschef dennoch am 3. Januar im Rathaus des achten Bezirks eingeschrieben. Die Dokumente seien dabei rückdatiert worden, damit Sarkozy bei dem Urnengang im März im Stadtviertel des Elysée-Palastes habe wählen können. Die Regierung wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Fest stehe, daß die Wahlkommission des von den oppositionellen Sozialisten regierten Bezirks Sarkozys Anmeldung gebilligt habe, sagte Regierungssprecher Luc Chatel.(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 03.04.2008, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!