Zum Inhalt der Seite

Mittelstandsbank reißt KfW in die Krise

Frankfurt/Main. Die Krise um die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB nimmt einem Zeitungsbericht zufolge dramatische Züge an. Durch die Neubewertung von Wertpapieren sei eine weitere Deckungslücke von rund zwei Milliarden Euro entstanden, schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Damit belaufe sich das Gesamtrisiko jetzt auf rund 11,5 Milliarden Euro.

Auch der schon mit Zusagen in Milliardenhöhe engagierte Großaktionär, die staatseigene Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), könne die neue Lücke nicht mehr schließen, ohne eine Kapital­erhöhung aus Bundesmitteln vorzunehmen oder Teile ihres Eigenkapitals einzusetzen. Das inzwischen aufgelaufene Gesamtrisiko bei der IKB beläuft sich laut dem Zeitungsbericht auf 8,1 Milliarden Euro aus dem außerbilanziellen Geschäft sowie Risiken innerhalb der Bilanz, die bislang mit 1,35 Milliarden Euro veranschlagt wurden - und nun um zwei Milliarden Euro höher lägen.

(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »wein« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.