Leserbrief zum Artikel Mit Marx auf Anpassungskurs?
vom 13.10.2010:
Anpassungskurs-was ist das?
Anpassungskurs-was ist das?
Das fds hat in 13 Thesen Vorschläge zum Programmentwurf der Partei DIE LINKE, unterbreitet. Sie stellen fest, dass „im Programmentwurf zwei Grundlogiken nebeneinander stehen": „Die eine Sicht sieht erst in der Verwirklichung des Sozialismus die ausreichende Grundlage für die Durchsetzung von Demokratie und Freiheit". „ Die andere Sichtweise geht von einem lang anhaltenden Prozess aus, in dem sich linke Hegemonie- auch mit Rückschlägen- entfalten und tief greifende gesellschaftliche Umwälzungen eingeleitet werden können" Ich bin der Meinung, dass die Gegensätzlichkeit dieser beiden Sichtweisen im Prozess der Programmdebatte aufgehoben werden müssen, Dazu bedarf es ausführlicher Diskussion. Diese Feststellung ist für das fds der wesentliche Ausgangspunkt. Für Harry Nick, ist „der wichtigste Ausgangspunkt…. wohl ihre Berufung auf Karl Marx". Hier hat sich Harry Nick einen eigenen Ausgangspunkt für seine Bewertung der 13 Thesen konstruiert, denn schon die Häufigkeit der Marxzitate im Vergleich z. B. zu Gramci kann die Behauptung widerlegen.
Harry Nick bemüht das auch vom fds verwandte Marxzitat, dass der Kapitalismus kein fester Kristall sei (MEW, Bd. 23: 16) und unterstellt dem fds mit diesem Zitat gemeint zu haben: „Der Kapitalismus sei eben etwas anderes als der bundesdeutsche". (H.N.) Diese Behauptung nutzt er für die Darstellung der unbestrittenen Wesensmerkmale des Kapitalismus, um schließlich festzustellen: „Keine Gesellschaft ist „Kapitalismus" pur. Diesen Unterschied machen die Autoren des fds nicht" (H.N.) Was soll das? „Die Ausprägung des Kapitalismus in z.B. Skandinavien, Zentraleuropa……oder in Schwellen- und Entwicklungsländern unterscheidet sich erheblich" Das ist die von H.N. stark verkürzte Textstelle, die außerdem im Kontext zu den „gesellschaftlichen Verhältnissen" steht und die man eigentlich nicht missverstehen kann.
Gerade die Autoren des fds kritisieren am Programmentwurf, dass er den „Kapitalismus" als gesellschaftliches System darstellt un
Das fds hat in 13 Thesen Vorschläge zum Programmentwurf der Partei DIE LINKE, unterbreitet. Sie stellen fest, dass „im Programmentwurf zwei Grundlogiken nebeneinander stehen": „Die eine Sicht sieht erst in der Verwirklichung des Sozialismus die ausreichende Grundlage für die Durchsetzung von Demokratie und Freiheit". „ Die andere Sichtweise geht von einem lang anhaltenden Prozess aus, in dem sich linke Hegemonie- auch mit Rückschlägen- entfalten und tief greifende gesellschaftliche Umwälzungen eingeleitet werden können" Ich bin der Meinung, dass die Gegensätzlichkeit dieser beiden Sichtweisen im Prozess der Programmdebatte aufgehoben werden müssen, Dazu bedarf es ausführlicher Diskussion. Diese Feststellung ist für das fds der wesentliche Ausgangspunkt. Für Harry Nick, ist „der wichtigste Ausgangspunkt…. wohl ihre Berufung auf Karl Marx". Hier hat sich Harry Nick einen eigenen Ausgangspunkt für seine Bewertung der 13 Thesen konstruiert, denn schon die Häufigkeit der Marxzitate im Vergleich z. B. zu Gramci kann die Behauptung widerlegen.
Harry Nick bemüht das auch vom fds verwandte Marxzitat, dass der Kapitalismus kein fester Kristall sei (MEW, Bd. 23: 16) und unterstellt dem fds mit diesem Zitat gemeint zu haben: „Der Kapitalismus sei eben etwas anderes als der bundesdeutsche". (H.N.) Diese Behauptung nutzt er für die Darstellung der unbestrittenen Wesensmerkmale des Kapitalismus, um schließlich festzustellen: „Keine Gesellschaft ist „Kapitalismus" pur. Diesen Unterschied machen die Autoren des fds nicht" (H.N.) Was soll das? „Die Ausprägung des Kapitalismus in z.B. Skandinavien, Zentraleuropa……oder in Schwellen- und Entwicklungsländern unterscheidet sich erheblich" Das ist die von H.N. stark verkürzte Textstelle, die außerdem im Kontext zu den „gesellschaftlichen Verhältnissen" steht und die man eigentlich nicht missverstehen kann.
Gerade die Autoren des fds kritisieren am Programmentwurf, dass er den „Kapitalismus" als gesellschaftliches System darstellt un