Zum Inhalt der Seite

Hartz IV: Sanktionen haben weitreichende Folgen

Nürnberg. Das Forschungsinstitut der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit hat Bund und Ländern die Abschaffung der verschärften Strafen für unter 25 Jahre alte Hartz-IV-Bezieher empfohlen. Die derzeit geltenden – gegenüber denen für ältere Bezieher von Arbeitslosengeld II deutlich schärferen – Sanktionen zeigten gemischte Ergebnisse, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch mit. Es steige zwar die Arbeitsaufnahme als Folge von Sanktionen an. Gleichzeitig zögen sich jedoch auch viele unter 25jährige ganz aus dem Arbeitsmarkt zurück. Für Menschen dieser Altersgruppe, die »Grundsicherung« erhalten, gelten bei Versäumnissen strengere Strafen als bei älteren: Schon bei der ersten Ablehnung eines »zumutbaren Jobs« können die Leistungen, die per Definition das Existenzminimum darstellen, erheblich reduziert werden. (AFP/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2017, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!