Aus: Ausgabe vom 18.01.2017, Seite 7 / Ausland

Widersprüchliche Signale

USA wollen bei Terrorabwehr mit Kuba zusammenarbeiten – aber halten an Blockade fest

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Junge Kubaner am Malecón in Havanna

Die USA und Kuba wollen im Kampf gegen Terrorismus, Menschenhandel und Cyberkriminalität zusammenarbeiten. Am Montag unterzeichneten der kubanische Innenminister Julio César Gandarilla und der Leiter der US-Botschaft in Havanna, Jeffrey DeLaurentis, ein entsprechendes Kooperationsabkommen. Auch der Sicherheitsberater im Weißen Haus, Benjamin Rhodes, war für die Vertragsunterzeichnung nach Havanna gekommen. Künftig wollen beide Länder bei Terrorabwehr und Strafverfolgung ihre Informationen und Erfahrungen austauschen. Außerdem können gemeinsame Operationen durchgeführt und Verbindungsoffiziere ernannt werden.

Während auf diplomatischer Ebene die Annäherung also vorsichtig fortgesetzt wird, hält Washington die Blockade Kubas noch immer aufrecht. Das Außenministerium in Havanna berichtete am Montag (Ortszeit) über weitere Strafmaßnahmen des US-Finanzministeriums gegen Unternehmen und Organisationen, die immer noch geltende Verbote verletzt hätten. Betroffen sind demnach die kanadische Bank Toronto-Dominion sowie die gemeinnützige »Allianz für eine verantwortungsvolle Politik gegenüber Kuba«. (dpa/PL/jW)

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