PM junge Welt: Bündniss "Unblock Cuba" ruft zur Protestwache vor der US-Botschaft in Berlin auf
Die überregional erscheinende Tageszeitung junge Welt berichtet exklusiv über die Aktivitäten des Bündnisses „Unblock Cuba“, das für den Zeitraum vom 12. bis 19. September 2026 zu einer Protestwache vor der Berliner US-Botschaft am Brandenburger Tor aufruft. Das Aktionsbündnis „Unblock Cuba“ ist ein Zusammenschluss von Kuba-Solidaritätsgruppen, Organisationen, Parteien und Medien aus dem deutschen und europäischen Raum.
Die Situation auf Kuba ist ein Berichterstattungsschwerpunkt der Tageszeitung junge Welt. „Mit der immer wieder verschärften US-Blockade soll die kubanische Revolution erdrosselt werden. Dabei wird das ganze kubanische Volk als Geisel genommen. Selbst das Leben von Kindern wird nicht verschont“, sagt jW-Chefredakteur Nick Brauns. „Seit Jahrzehnten hat sich das kubanische Volk solidarisch mit Menschen in der ganzen Welt gezeigt, sei es bei der Unterstützung von Befreiungsbewegungen oder im Gesundheits- oder Bildungswesen. Jetzt braucht das kubanische Volk unsere Solidarität besonders dringend.“
Das Aktionsbündnis sieht es aufgrund der aktuellen Lage als dringend geboten, die Aktivitäten zu verstärken und die Öffentlichkeit auf die dramatische Lage hinzuweisen. Die Protestwache soll dazu einen wichtigen Impuls geben, teilte das Aktionsbündnis „Unblock Cuba“ der jungen Welt mit. Weitere Informationen zu den geplanten Aktivitäten des Bündnisses finden Sie unter www.unblock-cuba.org.
Die junge Welt wird über das Protestcamp sowie die weiteren Aktivitäten zur Unterstützung Kubas laufend berichten. Weitere Informationen sowie Kontakte zum Aktionsbündnis stellen wir für Medienvertreter gerne her. Im Anhang finden Sie den Aktionsaufruf „No War On Cuba!“.
Anlage: Aktionsaufruf
No War On Cuba!
Wir brauchen Kuba. Und Kuba braucht uns!
Unterstützt die Protestwache vor der US-Botschaft in Berlin!
1. Wir führen vom Samstag, den 12. September bis Samstag, den 19. September 2026 in Berlin eine Protestwache rund um die Uhr vor der US-amerikanischen Botschaft am Brandenburger Tor durch.
2. Die Protestwache wird am 12. September mit einem Fahrradkorso und einer Auftaktkundgebung eröffnet und am 19. September mit einer Botschaftsumzingelung und einer Abschlusskundgebung beendet (Uhrzeiten werden festgelegt, wenn das Programm steht). An den dazwischenliegenden sechs Tagen (13. bis 18. September) finden täglich um 18.00 Uhr Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen, Diskussionen usw.) statt.
3. Während der Aktion halten wir Kontakt mit Havanna. Wir erhalten täglich einen kurzen Bericht in deutscher Sprache zur Lage vor Ort. Darüber hinaus sollen Grußbotschaften (in diversen Sprachen aus aller Welt) organisiert werden.
4. Wir regen an, dass auch in anderen Städten in diesem Zeitraum ähnliche oder andere Solidaritätsaktionen stattfinden. Wo dies gelingt, werden direkte Kontakte hergestellt. Angeregt wird eine Liveschaltung zu den Pressefesten in Paris und Brüssel (12./13.09.).
5. Die Aktion Protestwachen wird eröffnet mit einer Versammlung von Unblock Cuba am Mittwoch, den 15. Juli, um 19 Uhr, auf der Terrasse der (oder in der) jW-Maigalerie in Berlin. Dort soll kurz die aktuelle Lage in Kuba und die besondere Verantwortung der Freunde der kubanischen Revolution erörtert und die Protestwacheaktion vorgestellt und beschlossen werden.
6. Die Fiesta von Cuba Sí, die UZ-Friedenstage und möglichst viele andere Veranstaltungen werden genutzt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen, für die Teilnahme zu mobilisieren und für die Absicherung von Schichten zu sorgen.
Begründung
1. Der US-Imperialismus will die kubanische Revolution erdrosseln. Das ganze kubanische Volk wird als Geisel genommen und dabei selbst das Leben von Kindern nicht geschont.
2. Das kubanische Volk hat sich über Jahrzehnte solidarisch mit Menschen in der ganzen Welt gezeigt, sei es bei der Unterstützung von Befreiungsbewegungen oder im Gesundheits- oder Bildungswesen. Jetzt braucht das kubanische Volk unsere Solidarität besonders dringend.
3.Wenn es dem US-Imperialismus gelingt, die kubanische Revolution zu zerschlagen, werden sich die Kampfbedingungen der progressiven Bewegungen weltweit, v.a. in Lateinamerika, aber auch hier im Lande, dramatisch verschlechtern. Es ist auch unsere Aufgabe, dies zu verhindern.
4. Aufgrund dieser zugespitzten Situation reichen unsere bisherigen Aktionsformen alleine nicht mehr aus, um öffentliche Aufmerksamkeit und Druck auf die Politik zu erzeugen. Daher wollen wir mit dieser neuen Aktionsform die diversen Träger der Kubasolidarität beim gemeinsamen Handeln unterstützen und weitere Akteure mobilisieren.
5. Wir wollen mit der Protestwache im September nicht nur ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass den Menschen in unserem Land das Schicksal Kubas nicht einerlei ist. Wir wollen auch eine Aktionsform trainieren, mit der wir sofort an den Start gehen können, wenn wie angedroht direkte kriegerische Handlungen gegen Kuba aufgenommen werden.