Gegründet 1947 Sa. / So., 20. / 21. Juli 2019, Nr. 166
Die junge Welt wird von 2201 GenossInnen herausgegeben

Dem Leben zugewandt

Der Realismus in der Kunst
Zuletzt aktualisiert: 12.07.2019
  • Baldwin Zettl (geb. 1943), »Das Lehrblatt«, jW-Grafik (1976), Ku...
    06.07.2019

    Kunst für alle

    Im August 2017 schrieb uns der bedeutende Maler des Realismus Ronald Paris in einem Brief: »Immer mal in der jungen Welt ein Blatt veröffentlicht zu sehen, sollte junge Leute selbst zum Sammeln anregen mit entsprechendem Hinweis, sich direk...
  • Büste von Ernst Thälmann im Kunstarchiv Beeskow (20.5.2019)
    17.06.2019

    »Die Starken sind sich treu geblieben«

    Am morgigen Dienstag eröffnet in der jW-Ladengalerie die Ausstellung »Zeitzeichen«, in der Arbeiten von 36 ostdeutschen Künstlern zu sehen sein werden. Wird damit die im November 2016 geschlossene GBM-Galerie, in der 87 Expositionen mit Wer...
    Stefan Amzoll
  • »Die Überlebenden aber kehrten in die Welt zurück, belehrt von W...
    29.05.2019

    Wie Donnerhall: Ho-Chi-Minh!

    Hans Werner Henze komponierte mit »Das Floß der Medusa« (Text: Ernst Schnabel) ein monumentales Oratorium, reich besetzt mit Solostimmen, Sprecher, mehreren Chorgruppen und großem Orchester. Ein Werk – es geht auf einen 200 Jahre alten Beri...
    Stefan Amzoll
  • Der Geigenspieler (1928), Öl auf Leinwand, 150 x 100 cm, Muzeum ...
    25.04.2019

    Der hebräische Rembrandt

    Am 11. Februar 1935 wurde Max Liebermann auf dem jüdischen Friedhof an der Berliner Schönhauser Allee beigesetzt. Etwa zwei Jahre zuvor, am 8. Mai 1933, hatte er seinen Austritt aus der Preußischen Akademie der Künste erklärt, der er seit 1...
    Peter Michel
  • Nach aktuellem Stand wird das Marx-Engels-Forum mit dem charakte...
    09.04.2019

    Wahrzeichen Ostberlins

    Anlässlich des 200. Geburtstag des Philosophen im vorigen Jahr wurde auch an die Aufenthalte von Karl Marx und dessen Freund Friedrich Engels in Berlin erinnert. Marx verbrachte knapp fünf Studienjahre an der Spree (1836–1841); Engels dient...
    Rolf Hecker
  • 18.03.2019

    »… die haben eben alle einen Inhalt!«

    Sie haben 2012 angefangen, im Rahmen des von Ihnen initiierten Vorhabens »Drei Berliner Bildhauerinnen auf dem Garnisonkirchplatz« Skulpturen im öffentlichen Raum aufzustellen. Gab es einen speziellen Anlass? Eva Poll: Wir hatten ja dort di...
    Andreas Wessel
  • »Formal wie thematisch bemerkenswert«: Willi Sitte, Ziegelputzma...
    18.12.2018

    Diese Bilder darf man zeigen

    Die Bild hatte noch vor der Eröffnung der Aus­stellung »Motiv Mensch. Willi Sitte und Fritz Cremer im Dialog« Anfang November in Rostock deren Verbot proklamiert. Sie zitierte den Leiter der regionalen »Forschungs- und Doku­men­tationsstell...
    Cristina Fischer
  • Bernhard Heisig beim Malen des Exkanzlers Helmut Schmidt im Leip...
    22.10.2018

    Hinter den Kulissen

    Kristina Volke, Stellvertretende Leiterin und Kuratorin in der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages, legte kürzlich eine beeindruckende Publikation vor. Ihr Buch trägt den Titel »Heisig malt Schmidt. Eine deutsche Geschichte über Kunst u...
    Peter Michel
  • Werner Tübke: »Requiem« (1965), Tempera auf Leinwand auf Sperrho...
    06.09.2018

    Wege und Irrwege

    Der Trend der 1990er Jahre, keine Differenzierung zuzulassen, der Teil einer verheerenden Anschlusspolitik der BRD war, scheint sich langsam abzubauen. Ja, es gibt sogar einige wenige Politiker, die – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkei...
    Peter Michel
  • Ronald Paris in der Ladengalerie der jungen Welt bei der Eröffnu...
    11.08.2018

    Schönheit und Wahrheit

    Wenn Ronald Paris und seine Frau Isolde am 12. August darangehen, gemeinsam mit Familie und Freunden zum 85. Geburtstag des Künstlers das »Löwenfest« zu feiern, sei ihm mit William Shakespeare gewünscht: »Verschlingerin Zeit, stumpf ab des...
    Peter Arlt
  • »Ob hier nochmal was serviert wird?« (Los-Nummer 67)
    22.05.2018

    Warum sammelt O. Kunst?

    Das »Stilleben mit Gefäßen« stammt aus einer Zeit, als man »Stilleben« gemeinhin noch mit zwei statt mit drei »l« schrieb. 1980 malte es Harald Metzkes (89), ein nicht nur in der DDR berühmter Maler. Es zeigt eine leere Obstschale, die ein ...
    Gisela Sonnenburg
  • Das Relief »Aufbruch« für die Universität Leipzig: Eine der berü...
    07.11.2017

    Über Haltungen reden

    Im Spätsommer 1987 saßen Klaus Schwabe, Jo Jastram und ich im Garten eines Restaurants am Bonner Rheinufer und feilten gemeinsam an einer Rede, die Klaus zur Eröffnung der Ausstellung »Bildhauerkunst aus der DDR« im Rheinischen Landesmuseum...
    Peter Michel
  • Das 90 Quadratmeter große Wandbild "Der Mensch, das Maß aller Di...
    25.04.2017

    »Unser Ziel ist eine Begegnungsstätte«

    Walter Womacka, der von 1925 bis 2010 gelebt hat, war einer der bedeutendsten Maler der DDR. Um sein Lebenswerk kümmert sich seit zehn Jahren ein Freundeskreis, der nunmehr seinen Sitz von Berlin nach Loddin auf der Insel Usedom verlegt ha...
    Frank Schumann
  • Advokatin realistischer Kunst: Karoline Müller in ihrer »Ladenga...
    12.12.2015

    »Ein Bild ist eine Einladung zum Denken«

    Ihre Studienzeit, 1954 bis 1960, an der Westberliner Hochschule für Bildende Künste war begleitet von heftigen Auseinandersetzungen für und gegen figurative und abstrakte Malerei. In Berlin kam es 1955 zwischen Karl Hofer, Direktor der Hoc...
    Burga Kalinowski
  • Peter H. Feist (29.7.1928–26.7.2015): Engagierte Kunst hilft, »d...
    04.08.2015

    Dialektischer Realismus

    Der Verlag Kiepenheuer & Witsch gab 1990 ein Lesebuch mit Texten von 100 überwiegend in der noch existierenden DDR lebenden Autoren heraus. Diese Aufsätze waren nach dem 9. November 1989 geschrieben oder aktualisiert worden. Sie schi...
    Peter Michel
  • 13.09.2014

    Theatrum mundi

    Mit einer letzten zittrigen Geste hielten die noch Herrschenden am 14. September 1989 ihren kulturellen Führungsanspruch hoch, als sie sich zur Einweihung der Bauernkriegsgedenkstätte Frankenhausen versammelten, umringt von Werner Tübkes Ko...
    Peter Michel
  • Carl-Heinz Westenburger: Steiger im Erzbergbau, 1956, Öl au...
    27.03.2014

    Kunst der Arbeit

    Die nach 1985 Geborenen haben es nicht leicht. Interpretationen der Geschichte werden heute, beginnend mit dem Bildungssystem, vom Mainstream bestimmt. Die so erzeugten Ansichten über historische Ereignisse und Prozesse entsprechen in viele...
    Peter Michel
  • Werner Stötzer: »Torso Prenzlauer Berg«, 1995, ...
    21.09.2013

    Künstlerische Kontinuitäten

    Die Ausstellung »Lebenswerke«, die seit dem 4. August im Potsdam-Museum zu sehen ist, hat eine überregionale, wenn nicht gar deutschlandweite Bedeutung. Sie durchbricht eine Barriere, die mindestens zwei Jahrzehnte lang den Zugang zu Werken...
    Peter Michel
  • 28.02.2011

    Damit du geliebt wirst. Willi Sitte, eine Sonderausstellung

    Willi Sitte ist nicht gerade als Meister der kleinen Form bekannt. Wie zärtlich er Mädchengesichter zeichnete, wie eingehend er sein komplettes »Funktionärsleben« lang mit geschlechtlicher Liebe befaßt war, haben nicht viele mitbekommen. Vo...
  • Willi Sitte in seinem Haus in Halle/Saale
    25.02.2006

    »Ich habe nach 1990 keine Asche auf mein Haupt gestreut«

    Der Maler und Graphiker Willi Sitte (geb. 1921) schloß sich 1944 italienischen Partisanen an, arbeitete 1945/46 in Italien als Maler und lebt seit 1947 in Halle/Saale. Er arbeitete dort als Professor, war Präsident des Verbandes Bildender K...
    Arnold Schölzel
  • 24.02.2001

    Die Formate sind kleiner geworden

    *** Willi Sitte wurde am 28. Februar 1921 in Kratzau/Chrastava in der Tschechoslowakei geboren. Mitglied des kommunistischen Jugendverbandes, Kunstausbildung. 1941 zum Kriegsdienst eingezogen, 1944/45 italienischer Partisan, bis 1946 in Mai...
  • 15.12.2000

    Warum wurde Ihre Ausstellung verboten?

    F: Das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg hat in einem Brief an die Gesellschaft für Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) in Berlin mitgeteilt, daß der Verwaltungsrat des Museums am 6. Dezember beschlossen hat, die geplante Ausstellung m...

Literatur

  • Verpasste Gelegenheiten

    Gabriele Mucchi
    Gabriele Mucchi, geboren 1899 in Turin. beteiligte sich nach dem Studium mit seinem Kunstwerk "Akt auf grünem Tuch" an der Pariser Weltausstellung.
    14,90 EUR, 413 Seiten.
    ISBN: 3320019481
  • Le occasioni perdute

    Gabriele Mucchi
    Verpasste Gelegenheiten: Ein Künstlerleben in zwei Welten. Dietz Verlag, Berlin 1997, 413 Seiten
    ISBN: 8820214695
  • Nachricht aus Troja

    Hans-Dieter Mäde
    Fragmente einer Motivation. Als Theaterregisseur und -intendant in Karl-Marx-Stadt und Dresden. Edition Schwarzdruck, Berlin 2012, 292 Seiten
    ISBN: 9783935194495
  • Künstler zwischen Macht und Vernunft

    Manfred Schmidt (Hg.)
    100 Jahre Gabriele Mucchi. 157 Seiten
    ISBN: 3910162001