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16.03.2022
Literatur

Hikikomori für alle

Sogar Zikaden urinieren herab: Philipp Winklers Roman »Creep«

Von Ken Merten
Am Ende stehen Hinwendungshinweise für Depressive in akuten Krisensituationen. Philipp Winklers zweiter Roman »Creep« verhandelt nun mal durchweg Extremsituationen: In zwei sich in der Unendlichkeit des Internets treffenden Plotlinien lebt der mit Lebenszeitabo auf Mobbing ausgerüstete Lauch Junya in seinem Zimmer in Tokyo vorm Computer. Die Welt hat ihm den Ficker gezeigt, er mag nicht mehr zu ihr raus. Die japanische Kultur hat das salon- bzw. schlafwohnzimmertaug...

Artikel-Länge: 3600 Zeichen

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