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11.03.2020
Nachkriegsliteratur

Den Ölbaumhügel roden

Aus dem mythischen Halbdunkel: Ein Reprint der legendären Literaturzeitschrift Zwischen den Kriegen

Von Gerhard Henschel
Man kann sich die frühe deutsche Nachkriegsliteratur kaum tranig genug vorstellen. Mit feierlicher Selbstzufriedenheit wurden die Versatzstücke einer abgestorbenen poetischen Symbolwelt aus der Mottenkiste geholt und aufpoliert. Korallen, Barken, Muscheln, Schilf, Amphoren, Zimbeln, Myrrhen, Mandelholz, Zypressen, Kelche, Tauben, »silbernes Geläute« und »Lorbeerrosen« machten sich in der Dichtkunst breit, und »hinterm Ölbaumhügel« grüßte die geneigten Leser der eine...

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